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The Future of Flood Research - Expectations on Scientific Developments in the Next 10 Years

Abschlusssymposium der DFG-Forschergruppe "Space-time Dynamics of Extreme Floods" (SPATE)

Wann: 23. April 2023, 8:30-17:30

Wo: Festsaal der TU Wien, 1. OG, Karlsplatz 13, 1040 Wien, Österreich

Vom 1. Juni 2017 bis zum 31. Mai 2023 erforschte die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsgruppe SPATE extreme Hochwasserprozesse. Das Hauptziel war es, die Prozesse zu verstehen, die zu extremen Flusshochwassern führen und wie sich diese in Raum und Zeit entwickeln. Sechs Jahre lang verfolgte diese Forschungsgruppe den natürlichen und kohärenten Ansatz, extreme Hochwasserprozesse entlang der folgenden Skalenachsen zu untersuchen:

(i) Prozesse auf der Ereignisskala: Hier wurden die hydrometeorologischen Ursachen der extremsten Hochwasser, die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Prozessen und die Veränderungen der Prozesse beim Übergang von kleinen zu extremen Ereignissen erforscht.

(ii) Räumliche (regionale) Skalenvariabilität: Die räumlichen Beziehungen von Flussüberschwemmungen als Ergebnis des Zusammenspiels der räumlichen Muster von atmosphärischen, Einzugsgebiets- und Flusssystemprozessen wurden analysiert.

(iii) Variabilität auf der zeitlichen (dekadischen) Skala: Periodische klimatische Prozesse können zu einer langfristigen Variabilität von Hochwasser über Jahrzehnte und Jahrhunderte führen. Die beobachteten Hochwasserveränderungen wurden formell auf ihre Triebkräfte zurückgeführt, und künftige Veränderungen wurden auf prozessbasierte Weise vorausgeschätzt.

(iv) Ungewissheit und Vorhersagbarkeit: In Anbetracht der vielen Nichtlinearitäten, die an der Entstehung extremer Hochwasser beteiligt sind, ist ihre Vorhersage in deterministischen und probabilistischen Rahmenwerken mit einer Reihe von Unsicherheiten verbunden. Durch die Kombination von Wettergeneratoren mit hydrologischen Modellen und neuen statistischen Werkzeugen für Hochwasser wurden diese Unsicherheiten charakterisiert.

Die wichtigsten Ergebnisse dieser Forschungsaktivitäten, die in enger Zusammenarbeit von sieben Forschungsinstituten in Deutschland und Österreich entstanden sind, werden im ersten Teil der Tagung vorgestellt und diskutiert.
Der zweite Teil gibt einen Ausblick auf vielversprechende Entwicklungen in der Hochwasserforschung, die in den nächsten Jahren die Wissensbasis über Hochwasserereignisse und ihre Auswirkungen erweitern werden. Sowohl erfahrene als auch junge Wissenschaftler aus verschiedenen Teilen der Welt stellen ihre Entwicklungen und Ansätze vor. In einer abschließenden Podiumsdiskussion sind alle Teilnehmer eingeladen, ihre Ideen einzubringen.
Mit dieser Veranstaltung sollen vor allem junge Wissenschaftler ermutigt werden, sich mit dem äußerst anspruchsvollen Thema der extremen Hochwasser auseinanderzusetzen und hier in den nächsten zehn Jahren ihren Beitrag zur Hochwasserforschung zu leisten.

Wir freuen uns auf Beiträge von Manuela Brunner (ETH Zürich), Attilio Castellarin (Universität Bologna), Pedro Chaffe (Universität Santa Catarina), Christian Onof (Imperial College London), Ashish Sharma (Universität New-South Wales), Jery Stedinger (Cornell University), Richard Vogel (Tufts University) und Elena Volpi (Universität Roma Tre).

Das Programm zu unserem Abschlusssymposium findet sich hier.

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